Lhasa Apso

Lhasa Apso

Die Charaktereigenschaften des Lhasa Apsos sind: Selbstbewusstsein, Misstrauen Fremden gegenüber, Intelligenz, Eigenwilligkeit, Freundlichkeit. Der Lhasa Apso ist sehr gelehrig, aber man muß ihm die Möglichkeit geben es so auszuüben wie er es möchte, und ihn nicht zwingen. Er tut vieles, aber nur zur Freude des Menschen, aber nicht weil er muß. Fremden gegenüber ist er sehr reserviert, er schaut sich erst mal die ganze Sache an, und wenn es ihm gefällt kommt er und begrüßt den Fremden.
Nach einer Sage kam der Lhasa Apso auf den Schwingen einer weißköpfigen Tiergöttin namens „Sako“ zu den Menschen. “Sako“ hatte ihr Nest im hohen Felsen. Jedes Jahr brachte sie ein Junges mit und eins ohne Flügel zur Welt. Das ohne Flügel war ein kleiner Lhasa, er wurde von seiner Mutter gefüttert, weil er sich nicht wie sein Geschwisterchen selbst versorgen konnte. Nachdem sie zu groß waren, fielen die ersten Lhasas aus dem Nest. Eines Tages nahm die Göttin ein kräftiges Junges auf die Schulter und flog hinab zur Erde. So kamen die Lhasas zu den Menschen.
Der Lhasa Apso kommt vom Hochplateau der Himalayaberge. Mindestens zweitausend Jahre wurde der Lhasa Apso ausschließlich von den Mönchen und Würdenträgern des Landes gezüchtet. Er diente zunächst als Bewacher der Tempel und Klöster und wurde als heilig angesehen. Man glaubte, zu dem Zeitpunkt, dass beim Ableben des jeweiligen Hundebesitzers seine Seele in den Körper des Lhasa Apsos schlüpfte. Der Potala, frühere Residenz des Dalai Lamas Außerdem galt der Lhasa Apso bei seinem Besitzer als Glücksbringer. Er war jedoch unverkäuflich. Glücklicherweise wurden die ausgesprochnen wertvollen Hunde, dank der Großzügigkeit des damaligen Dalai Lamas, der sie bisweilen als Geschenk an ausländischen Diplomaten überreichte, in vielen Teilen der Welt heimisch. Anfang der zwanziger Jahren gelangte die Rasse erstmals nach England. Ungefähr ein Jahrzehnt später Nach Amerika. In England wurde er als erstes unter dem Namen Lhasa Terrier geführt. Seit Anfang der 30er Jahren wird er allerdings unter seinem richtigen Namen Lhasa Apso in England geführt. Der wahre Namen des Hundes liegt allerdings im dunkeln. Lhasa leitet sich von der Hauptstadt Tibets ab. Apso kommt möglicherweise von Apso seng kye, was in der tibetischen Sprache so viel heißt, wie bellender Wachhund, oder von rapso, dem tibetischen Wort für Ziege. Sollte die letzte Deutung richtig sein, dann wäre der Name eine Anspielung auf sein drahtiges langes Fell. In den dreißziger Jahren brachte Mr. Cutting, Lhasa Apsos, von seiner Reise durch Tibet nach Amerika mit. Mitte der 30er wurden sie als Rasse geführt und gezüchtet. Die Züchtungen sind noch heute bekannt, unter dem Namen „Hamilton“ – Linie. In den 60er brachte Frau Dr. Täuber ihren ersten Lhasa von ihren Reisen mit. Ihr Zwinger „vom Potala“ ist heute noch ein Begriff.